CFK-Lamellen

Statt schweren und korrosionsanfälligen Stahllaschen stehen nun auch Lamellen aus   Kohlefaserkunststoff, sogenannte CFK-Lamellen zur Verfügung.

Die CFK-Lamellen weisen gegenüber den herkömmlichen Stahllaschen absolute Korrosionsunkempfindlichkeit, wesentlich höhere Zugfestigkeiten und ein wesentlich geringeres Eigengewicht auf. CFK-Lamellen können in beliebiger Länge auf die Baustelle geliefert werden, so das die Problematik der Stöße entfällt.
Durch die hohen Zugfestigkeiten der CFK-Lamellen kann der Querschnitt auf Dicken von nur noch 1 bis 2 mm verringert werden, so dass die Konstruktionshöhe kaum beeinflusst wird. Durch das geringe Eigengewicht sind die CFK-Lamellen auf der Baustelle wesentlich besser zu handhaben, die aufwendigen Unterstützungskonstruktionen, die bei Stahllaschen notwendig waren, entfallen hier.



Die CFK-Lamellen bestehen aus einzelnen, 5 bis 7 mm dicken Fasern aus Kohlenstoff, die in eine Matrix aus Epoxydharz eingebettet werden. Die Lamellen werden im Strangziehverfahren hergestellt, wobei die Carbonfasern kontinuierlich mit Harz getränkt und die Lamellen unter Wärmeeinwirkung ausgehärtet werden.
Der Faser-Volumen-Anteil liegt bei rund 70%. Die Fasern sind in der Lamelle unidirektional angeordnet, wodurch sich in Lamellenrichtung eine sehr hohe Zugfestigkeit von 1200 bis 3000 N/mm 2 erreichen lässt.
Dagegen wird quer zur Faserorientierung eine relativ geringe Zugfestigkeit erreicht.
Durch die Wahl der von den Herstellern mit verschiedenen E-Modulen angebotenen Carbonfasern kann der E-Modul der fertigen CFK-Lamellen gezielt eingestellt werden. Derzeit werden zwei unterschiedliche Varianten von CFK-Lamellen auf dem Markt angeboten:

Bei den CFK-Lamellen, wird durch Verarbeitung unterschiedlicher Carbonfasern der E-Modul eingestellt. So können die Lamellen mit drei unterschiedlichen E-Modulen angeboten werden [5]. Derzeit besitzt die CFK-Lamelle charakteristischen Werte auf. Lieferbar sind Dicken von 1,2 und 1,4 mm und Breiten von 50, 60, 80, 100, 120 und 150 mm.

Die Mischfaserlamellen, bei denen verschiedene Carbonfasern mit unterschiedlichen E-Modulen eingesetzt werden. Da die hochmoduligen Carbonfasern eine geringere Bruchdehnung als die niedrigmoduligen Carbonfasern aufweisen, werden während des Herstellvorganges die niedrigmoduligen Carbonfasern beim Strangziehen gebremst und so gewissermaßen vorgespannt. So ergibt sich ein bis zum Bruch linearer Verlauf der Spannungs-Dehnungslinie.